pacifico e.V.

Rauschlos

Zielstellung

Ausrichtung unmittelbar auf die individuellen Bedürfnisse der teilnehmenden Jugendlichen

Als Lernziel gilt die Kosten-Nutzen-Analyse, wodurch den teilnehmenden Jugendlichen bewusst werden soll, dass jede weitere Straftat zu juristischen Sanktionen führen wird, sowie soziale, gesellschaftliche und zivilrechtliche Konsequenzen nach sich zieht

Üben von demokratischen Spielregeln, Toleranz gegenüber Andersdenkenden und gegenseitige Rücksichtnahme

Verantwortungsbewusstsein als Mitglied der Gesellschaft wahrnehmen und sozialkompetentes Handeln erlernen

Die eigene Körperlichkeit soll durch Sensibilisierung für die Wahrnehmung des eigenen Körpers wieder neu spürbar und persönliche Fähigkeiten neu entdeckt werden, die bisher durch Drogenkonsum zugedeckelt waren

Inhaltlich findet die Auseinandersetzung mit der real deliktschwersten Tat in der Gruppe statt, vorgeschobenen Rechtfertigungen (Legendenbildung) werden analysiert - Ziel ist eine Förderung der Handlungskompetenz und des Selbstbewusstseins

Die Kommunikationsfähigkeit sowie die Frustrationstoleranz werden gestärkt

Die Ablehnung von illegalen Handlungen als Mittel zum Erreichen persönlicher Lebensziele wird gestärkt

Zielgruppe

Jugendliche, die aufgrund von Bagatelldelikten, insbesondere im Zusammenhang mit Rauschmittelkonsum, bereits mehrfach strafrechtlich in Erscheinung traten, und deren besondere Problemlage spezielle erzieherische Maßnahmen notwendig macht.

Methoden und Umsetzung

Die Jugendlichen werden mit ihren tatsächlichen Begabungen konfrontiert, denn jeder Mensch besitzt grundsätzlich gesellschaftlich wertvolle Begabungen und Talente.

Arbeit mit körpersprachlichen, verbal-konfrontativen, erlebnispädagogischen sowie sportlichen Elementen

Neutralisierungstechniken werden aufgedeckt, sowie die emotionale Instabilität der Jugendlichen bewiesen.
Der Unterscheid zwischen Eigen- und Fremdwahrnehmung wird gruppenpädagogisch erarbeitet und den Jugendlichen gespiegelt

Durch konfrontative Pädagogik wird es möglich, die Jugendlichen direkt an ihrer tatsächlich begangenen Straftat festzumachen, ohne sich herausreden zu können.

Wissensvermittlung zu Rauschmittelkunde, BtMG, Safer Use sowie zu sozialen und gesundheitlichen Risiken beim Rauschmittelkonsum

Analyse der eigenen und Entwicklung von alternativen Handlungsstrategien zum Rauschmittelkonsum im Zusammenhang mit dem Begehen von Straftaten

Vermittlung von Hilfsangeboten zur Bearbeitung einer eventuell schon vorhandenen Abhängigkeit von Rauschmitteln

Durch konsequente Nutzung dieser Elemente werden Möglichkeiten für emotionales, soziales, sinnliches und selbsterkennendes Erleben und Lernen eröffnet

Zugangsmodalitäten

Die Teilnahme der Jugendlichen ist möglich aufgrund einer richterlichen Weisung oder einer sonstigen gerichtlichen Auflage, aber auch freiwillig. Zwang ist als primäre Einstiegsmotivation erwünscht.
Anmeldungen erfolgen über die örtlich zuständigen Jugendämter.